Neben Überstunden und Elternabend auch noch Sport treiben – wie soll das gehen? Eine Vielzahl von Trainingsprogrammen, die ihren Nutzern überlassen, wann und wo sie trainieren, macht es möglich, trotz Alltagsstress eine sportliche Figur abzugeben und etwas für die eigene Gesundheit zu tun.

Gerade in unserer heutigen Gesellschaft bewegen sich die Menschen zu wenig. Dabei ist Bewegungsmangel ein bedeutsamer Risikofaktor für die Gesundheit, der weitere Risikofaktoren nach sich zieht. Die Gründe für die körperliche Inaktivität sind vielschichtig: Als einer der Hauptgründe wird oftmals der Mangel an Zeit angegeben - bedingt durch familiäre und berufliche Verpflichtungen.
Schon die Abstimmung von Familie und Beruf stellt eine Hürde dar.
Die sportliche Aktivität ist jedoch nicht die Einzige, die unter den alltäglich Herausforderungen leidet: Schon allein die Aufgabe, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, fällt den meisten nicht leicht - das Mütterforum mamiweb.de berichtet, dass gerade Frauen immer noch Schwierigkeiten haben, ihren Kinderwunsch mit dem der beruflichen Selbstverwirklichung zu vereinen. Um flexibel und zuverlässig berufliche Höchstleistungen zu erbringen, ohne dabei die familiären Pflichten zu vernachlässigen, rät das Internetportal deshalb zu guter Organisation und Absprache.
Familiäre und berufliche Verpflichtungen lassen wenig Zeit für Sport
Familiäre und berufliche Verpflichtungen scheinen essentielle Gründe zu sein, warum sportliche Aktivitäten aufgegeben oder erst gar nicht aufgenommen werden. Eine aktuelle Studie der Norwegian School of Sports Sciences mit norwegischen Leichtathleten belegt diese Annahme. Am Ende des 25-jährigen Untersuchungszeitraums hatte jeder Vierte (25,4%) auf Grund von Beruf und Ausbildung den Sport aufgegeben. Weitere 16% stiegen wegen Familiengründung aus.
Auch die Fluktuation in deutschen Fitnessstudios weist ähnliche Gründe auf. Nach den Studien der Universität Bayreuth liegt die Aussteigerquote in Fitnessstudios bei 35 bis 50%. Neben den hohen Kosten werden auch hier von den befragten Personen vor allem die Faktoren Zeit, Job und Familie (ca. 33%) als Hauptgründe für das Aufgeben des Studiotrainings genannt.
Anspruch und Wirklichkeit von körperlicher Aktivität
Eine unbefriedigende Erkenntnis - gerade vor dem Hintergrund der gesundheitlichen Risiken, die ein Mangel an sportlicher Betätigung mit sich bringt, wie z.B. Adipositas, Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen.
Fast jeder weiß um die Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit. Nicht mal jeder Sechste ist aktiv genug.
Sportsoziologische Untersuchungen zeigen: 95% der Erwachsenen in Deutschland wissen, dass Bewegung wichtig ist, um gesund zu bleiben. Über die Hälfte behauptet sogar, sportlich aktiv zu sein. Doch scheint die subjektive Wahrnehmung der eigenen körperlichen Aktivität von der tatsächlich Ausgeübten deutlich abzuweichen. Denn nur etwa 15% der Erwachsenen sind überhaupt in einem "gesundheitsförderlichen Sinne" regelmäßig sportlich aktiv, der weitaus größte Teil gehört jedoch zu den Sportpassiven und bewegt sich nicht in ausreichendem Maße.
Das große Sportangebot ausnutzen
Dabei ist es heute so einfach, sich - trotz eines vollgepackten Alltags - sportlich zu betätigen. Zum einen gibt es unzählige Angebote - von Aqua-Fitness bis Zumba - die den ganzen Tag bis in den Abend hinein in verschiedenen Einrichtungen wahrgenommen werden können. Darüberhinaus bieten verschiedene qualifizierte Online-Sportprogramme ein zeitlich flexibles Training an. Wie z.B. hörsport, der digitale Personal Trainer, der einem zu jeder Zeit an jedem Ort zur Verfügung steht. Da sollten sich doch trotz Überstunden und Elternabend 20 Minuten in der Woche für ein Minimalprogramm finden lassen und Ausreden der Vergangenheit angehören.