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Fit und fröhlich in den Frühling


Keine Ausreden mehr! Wir müssen endlich raus aus unserem Wintertief. Schließlich hat vor einer Woche offiziell der Frühling angefangen und die Uhren ticken auch schon nach Sommerzeit. Nur unser Körper ist noch im Wintermodus und die Stimmung noch nicht auf Frühlingshöhe. Da auf das Wetter sowieso kein Verlass ist (noch immer zu kalt), müssen wir uns selbst wachrütteln. Das geht am besten mit Bewegung, weiß unser Sportwissenschaftler Olaf Prieske. Denn Sport und Fitness sind perfekte Stimmungsmacher – und helfen auch gleich gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Der Winter schlägt auf die Stimmung, aber auch der Frühling raubt uns die Kraft. Wenn es draußen dunkel und kalt ist, werden wir schlapp. Einige leiden im Winter sogar unter einer regelrechten saisonalen Depression, sie sind reizbar, schwermütig und antriebslos. Aber auch wenn dann endlich der Frühling kommt, wird es oft nicht besser: Trotz Sonne kommen wir nicht von dem Sofa. Laut einem Artikel der Zeit geben 50 bis 70 % Prozent aller Deutschen an, an Frühjahrsmüdigkeit zu leiden. So ganz ist das Phänomen der Frühjahrsmüdigkeit nicht geklärt, aber wahrscheinlich liegt es daran, dass sich unser Körper erst auf den Frühling einstellen muss. Die Umstellung strengt an – und macht uns müde. Unsere Stimmung ist im Keller: Denn wer sich erledigt fühlt, ist häufig auch niedergeschlagen.

Das mit dem Körper und dem Geist

Mens sana in corpore sano.

Das strebten schon die alten Römer an und heißt: “ein gesunder Geist in einem gesunden Körper”. Körper und Seele sind eine Einheit und bedingen einander. Der Zustand des einen beeinflusst den Zustand des anderen. Das ist jetzt kein esoterischer Glaubenssatz, sondern eine Feststellung. Wenn wir krank sind, sind wir häufig auch niedergeschlagen. Und umgekehrt bringen wir oft auch keine sportlichen Höchstleistungen, wenn wir traurig sind. Wer ängstlich oder betrübt in einen Wettkampf geht, wird ihn wahrscheinlich nicht gewinnen.

Sport ist das bessere Antidepressivum!

Die Wechselwirkung zwischen Bewegung und unserer Psyche ist so stark, dass Sport sogar bei depressiven Verstimmungen, Angst- und Schlafstörungen verschrieben wird. Eine Studie des Nationale Institute of Mental Health in Maryland ergab, dass Menschen, die sich wenig bewegen, innerhalb von acht Jahren doppelt so häufig Depressionen bekommen wie Menschen, die regelmäßig Sport treiben. Somit kann Bewegungsmangel sogar als Risikofaktor für depressive Störungen angesehen werden.
Die Duke University in North Carolina hat sich die Ergebnisse einer Sporttherapie näher angeschaut und dabei festgestellt: Bei den 156 älteren Testpersonen, die unter Depressionen litten, war die Sporttherapie genauso effektiv wie eine medikamentöse Therapie. Zudem war die Rückfallrate bei der Sportgruppe deutlich niedriger.

Was Liegestütze mit guter Laune zu tun haben

Wenn wir uns bewegen, wird der Stoffwechsel angeregt und die Durchblutung – auch im Gehirn. Es werden opiatähnliche Endorphine gebildet, die eine entspannende Wirkung auf uns haben. Außerdem werden Nervenbotenstoffe freigesetzt (z.B. Dopamin und Serotonin), die als Glückshormone wirken. Das erklärt, warum wir uns nach dem Training oft gelöster und glücklicher fühlen als davor. Die zwei Schweriner Mediziner Andreas Broocks und Marcel Sommer wollen sogar festgestellt haben, dass wir auch schlauer werden. Denn es kommt beim Sport in bestimmten Bereichen unseres Gehirns zu neuen Verknüpfungen zwischen den  Nervenzellen – mit positiven Folgen für unser Gedächtnis und anderer geistiger Funktionen.

Turn dich glücklich!

Es geht also: Ein bisschen Bewegung, ein wenig Gymnastik kann dich aus dem Wintertief  holen – oder aus der Frühjahrsmüdigkeit. Und wenn du regelmäßig trainierst, zum Beispiel mit dem Training von hörsport, dann hat das sogar einen doppelten Glückseffekt: Denn dann kannst du dich bald über deine Trainingserfolge freuen. Du wirst nach einiger Zeit merken, dass du besser wirst, dass du überflüssiges Fett verbrennst und dass sich dein Körper strafft. Dann hast Du nicht nur Wintertief und Frühjahrsmüdigkeit überwunden – dann kann der Sommer gleich kommen.

 

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